Die meisten Menschen assoziieren gesunde Knochen vor allem mit Kalzium, Vitamin D und körperlicher Aktivität. Dies sind natürlich sehr wichtige Elemente der Osteoporoseprävention. Immer mehr Studien zeigen jedoch, dass es noch einen weiteren Schlüsselfaktor gibt, der den Zustand der Knochen beeinflusst – die Darmmikrobiota.
Wissenschaftler bezeichnen diese Verbindung als Darm-Knochen-Achse (gut-bone axis). Es stellt sich heraus, dass Darmbakterien entzündliche Prozesse, die Immunabwehr des Körpers und sogar die Rate des Knochenmasseverlusts beeinflussen können.
Entzündung und Knochenverlust
Jahrelang wurde angenommen, dass die Hauptursache für Osteoporose hormonelle Veränderungen sind, insbesondere der Rückgang des Östrogens nach der Menopause. Heute weiß man, dass auch chronische Entzündungen eine große Rolle spielen.
Es sind entzündliche Prozesse, die die für den Knochenabbau verantwortlichen Zellen aktivieren. Infolgedessen werden die Knochen schwächer und anfälliger für Brüche.
Studien zeigen auch, dass übermäßiges viszerales Fettgewebe und eine geschwächte Muskelmasse diese Prozesse zusätzlich verstärken können.
Der Darm hat einen größeren Einfluss auf die Knochen, als Sie denken
In Tierversuchen stellten Wissenschaftler etwas Ungewöhnliches fest – Mäuse ohne Darmmikrobiota erlitten nach der Entfernung von Östrogenen praktisch keinen Knochenmasseverlust.
Erst nach der Wiedereinführung von Darmbakterien trat der Knochenverlust wieder auf.
Dies deutet darauf hin, dass die Mikrobiota entzündliche Prozesse, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen, regulieren kann.
Wie beeinflusst die Mikrobiota die Knochen?
Wissenschaftler nennen drei Hauptmechanismen:
1. Dichtheit der Darmbarriere
Eine geschwächte Darmbarriere kann proinflammatorische Substanzen von Bakterien in den Blutkreislauf gelangen lassen. Dies verstärkt die Entzündung im gesamten Körper.
2. Regulation des Immunsystems
Die Mikrobiota beeinflusst die Aktivität von Immunzellen, die sowohl die Knochen schützen als auch deren Abbau beschleunigen können.
3. Produktion nützlicher Metaboliten
Gute Darmbakterien produzieren kurzkettige Fettsäuren (SCFAs), die helfen, Prozesse zu begrenzen, die zum Knochenverlust führen.
Die Ernährung spielt eine große Rolle
Eine ballaststoffarme und stark verarbeitete Lebensmittel reiche Ernährung kann das Gleichgewicht der Mikrobiota stören.
Wenn die Menge an nützlichen SCFA-produzierenden Bakterien abnimmt:
- steigt die Entzündung,
- verschlechtert sich die Darmdichtheit,
- der Körper kann schneller Knochenmasse verlieren.
Deshalb betonen immer mehr Spezialisten die Bedeutung einer Ernährung, die die Mikrobiota unterstützt.
Können Probiotika die Knochengesundheit unterstützen?
Immer mehr Studien zeigen, dass ausgewählte probiotische Bakterienstämme helfen können, entzündliche Prozesse im Zusammenhang mit Knochenmasseverlust zu reduzieren.
Besonders vielversprechende Ergebnisse liegen für Bakterien der Gattung Lactobacillus vor, die das immunologische Gleichgewicht und die Funktion der Darmbarriere unterstützen können.
Deshalb wird multifunktionalen Präparaten, die die Darmmikrobiota unterstützen, immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
PrettyCare bietet Balance BiotiQ an – eine Formel, die für die tägliche Unterstützung des mikrobiologischen Gleichgewichts des Körpers entwickelt wurde.
Was unterstützt die Knochengesundheit noch?
Neben der Pflege der Mikrobiota ist es wichtig zu beachten:
- regelmäßige körperliche Aktivität,
- ausreichende Proteinzufuhr,
- Vitamin D und Kalzium,
- Reduktion des viszeralen Fettgewebes,
- eine ballaststoff- und gemüsereiche Ernährung,
- ausreichend Schlaf und Regeneration.
Darm und Knochen – die Verbindung der Zukunft
Die Forschung zur Darm-Knochen-Achse entwickelt sich sehr dynamisch. Immer mehr Beweise deuten darauf hin, dass eine gesunde Mikrobiota nicht nur für die Verdauung und Immunität, sondern auch für den Erhalt starker Knochen über viele Jahre hinweg eine wichtige Rolle spielen kann.
Die Pflege des Darms könnte sich somit als eines der am meisten unterschätzten Elemente der Osteoporoseprävention und des gesunden Alterns des Körpers erweisen.
