Probiotika
Autor: Pretty Care Team

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die – in ausreichender Menge verabreicht – einen nachweislich positiven Einfluss auf die Gesundheit des Wirts haben. Im Gegensatz zu Adaptogenen, die pflanzlichen Ursprungs sind, stellen Probiotika eine eigenständige biologische und regulatorische Kategorie dar. Es existieren weder wissenschaftliche Publikationen noch Stellungnahmen von Regulierungsbehörden, die Probiotika als Adaptogene einstufen würden.

Ein flüssiges Probiotikum mit 19 sorgfältig ausgewählten Bakterienstämmen wirkt über klar definierte physikalische und biochemische Mechanismen im Darm.

Nach der Einnahme haften die probiotischen Bakterien an der Darmschleimhaut, besetzenbiologische Nischen und erschweren so den Zugang für pathogene Keime. Gleichzeitig konkurrieren sie mit unerwünschten Mikroorganismen um Nährstoffe, was deren Vermehrung hemmt. Probiotika produzieren zudem kurzkettige Fettsäuren (SCFA) wie Milch- und Buttersäure, die den pH-Wert im Darm senken, die Regeneration der Darmbarriere unterstützen und als Energiequelle für Enterozyten dienen.

Ein weiterer zentraler Mechanismus ist die Bildung von Bakteriozinen – natürlichen antimikrobiellen Substanzen, die die Zellmembranen von Pathogenen direkt schädigen. Gleichzeitig erhöhen Probiotika die Expression von Tight-Junction-Proteinen (u. a. Occludin und Claudin), wodurch die Darmbarriere abgedichtet und das Eindringen von Toxinen in den Blutkreislauf begrenzt wird.

Darüber hinaus modulieren Probiotika das Immunsystem, indem sie auf Rezeptoren von Immunzellen im Darm einwirken. Dies führt zu einer Regulierung der Entzündungsreaktion und zu einer verbesserten Produktion von IgA-Antikörpern. Über ihre Metaboliten beeinflussen sie außerdem die Darm–Hirn-Achse und sind an Prozessen beteiligt, die Neurotransmitter wie Serotonin oder GABA betreffen.

Die flüssige Darreichungsform erleichtert eine gleichmäßige Verteilung der Bakterien im Verdauungstrakt und stellt eine komfortable Lösung zur langfristigen Unterstützung des Gleichgewichts der Darmmikrobiota dar – insbesondere in Phasen erhöhter körperlicher Belastung.